
Mein Weg begann lange, bevor ich ihn verstanden habe
Tiere begleiten mich, solange ich denken kann. Sie waren für mich nie einfach nur da – ich habe schon früh gespürt, dass in der Verbindung mit ihnen etwas liegt, das sich nicht immer in Worte fassen lässt.
Mit 13 kam mein erstes eigenes Pferd in mein Leben – und mit ihm ein Erlebnis, dessen Bedeutung ich damals noch nicht verstehen konnte.
In einer Trance sah ich Bilder wie in einem Film. Darin zeigte sich mir, dass ich eines Tages mit Tieren arbeiten werde – und dass mein nächstes Pferd bereits geboren war.
Damals konnte ich damit wenig anfangen. Mein Leben ging weiter, nahm andere Wege – und ich hätte nicht geahnt, dass ich Jahre später auf genau diesen Moment zurückblicken würde.
Manchmal führt uns das Leben zurück

Mein Leben sah inzwischen ganz anders aus. Ich arbeitete auf einem Kreuzfahrtschiff, war viel unterwegs und mein Zuhause war lange Zeit eher dort, wo ich gerade war.
Dann kamen vier Pferde aus Spanien in mein Leben. Ich hatte sie nur auf Fotos gesehen, doch etwas in mir wusste, dass ich mich für sie entscheiden würde. Was zunächst wie eine Entscheidung für vier Pferde aussah, wurde zu einer Entscheidung für ein ganz anderes Leben.
Plötzlich ging es nicht mehr darum, immer weiter unterwegs zu sein. Es ging um Ankommen, um Verantwortung, um ein Zuhause. Und darum, wieder näher an etwas heranzurücken, das schon sehr lange in mir gewesen war.
Eine dieser vier Pferdeseelen war Aleli.
Mit ihr begann ein Teil meines Weges, den ich damals noch nicht überblicken konnte. Sie wurde zu einer besonderen Wegbegleiterin – und schließlich zu derjenigen, die mich zur Tierkommunikation führte.
Manche Begegnungen verändern unseren Weg
Aleli war eine dieser Begegnungen.
Sie hatte eine besondere Art, mich wahrzunehmen. Durch sie begann ich, meiner eigenen Intuition wieder mehr zu vertrauen und feiner hinzuhören – auf das, was sichtbar war, aber auch auf das, was sich nicht unmittelbar erklären ließ.
Sie führte mich schließlich zur Tierkommunikation. Was zunächst aus dem Wunsch entstand, sie und die anderen Pferde besser zu verstehen, öffnete eine Tür, die sich für mich sehr vertraut anfühlte. Als hätte etwas, das lange in mir gewesen war, plötzlich einen Platz bekommen.
Mit Aleli durfte ich lernen, dass Verbindung nicht davon abhängt, für alles eine Erklärung zu haben. Dass Wahrnehmung leise sein kann. Und dass Tiere manchmal etwas in uns erkennen, lange bevor wir selbst bereit sind, es zu sehen.
Sie hat mich gesehen, bevor ich mich selbst sah.
Auch nachdem Aleli gegangen war, hatte sie nicht aufgehört, ein Teil von mir zu sein. Vieles von dem, was heute meine Arbeit und auch JULISEVENTINI trägt, hat seinen Ursprung in unserer gemeinsamen Geschichte.

Aus einer Verbindung wurde ein Weg

Durch Aleli begann ich, mich intensiver mit dem zu beschäftigen, was ich schon so lange wahrgenommen hatte.
Mit der Zeit kamen weitere Erfahrungen hinzu. Doch im Mittelpunkt blieb für mich immer dasselbe: das Tier als eigene Persönlichkeit wahrzunehmen, ihm zuzuhören und einen Raum zu schaffen, in dem Mensch und Tier einander ein Stück tiefer verstehen können.
Ende 2018 begann ich, Tierkommunikation auch professionell auszuüben. Ich absolvierte meine Ausbildung, führte viele Tiergespräche und gab selbst Kurse weiter. Aus etwas, das zunächst ganz persönlich begonnen hatte, wurde ein Teil meiner Arbeit.
Dann wurde es für einige Zeit stiller um diese Arbeit. Ich zog mich beruflich daraus zurück. Die Verbindung zu den Tieren und zur Tierkommunikation war jedoch weiterhin da – in Gesprächen mit meinen eigenen Tieren und mit Tieren von Menschen, die mir nahestanden.
Sie hatte nicht aufgehört, ein Teil von mir zu sein.
Heute kehre ich nicht einfach zu etwas Altem zurück. Ich nehme all das mit, was in den Jahren dazwischen hinzugekommen ist – Erfahrung, Veränderung und einen noch klareren Blick darauf, wie ich arbeiten möchte.
Was mir in meiner Arbeit wichtig ist
Offenheit, Respekt und Wertfreiheit begleiten jedes meiner Tiergespräche. Ich weiß vorher nicht, was sich zeigen wird – jedes Gespräch darf seinen eigenen Weg nehmen.
Ich möchte einen Raum schaffen, in dem dein Tier wahrgenommen wird und du dich mit deinen Fragen ebenso gesehen und ernst genommen fühlst.
Ich höre zu, nehme wahr und gebe weiter, was sich zeigt. Manchmal sind es klare Antworten. Manchmal kleine Impulse oder neue Blickwinkel. Und manchmal entsteht das Wesentliche erst danach, wenn etwas nachwirken durfte.
Tierkommunikation bedeutet für mich nicht, die Verantwortung für Entscheidungen abzugeben. Sie kann eine weitere Perspektive eröffnen und dazu einladen, genauer hinzusehen, hinzufühlen und dem eigenen Tier noch einmal anders zu begegnen.
Ich glaube, dass Verbindung dort entstehen kann, wo wir bereit sind, still genug zu werden, um wahrzunehmen.
Vielleicht beginnt auch euer Weg mit einer Frage
Vielleicht bist du hier, weil dich etwas im Zusammenleben mit deinem Tier beschäftigt. Vielleicht möchtest du besser verstehen, was hinter einem Verhalten liegt. Oder du spürst einfach den Wunsch, deinem Tier auf einer anderen Ebene zu begegnen.
Für mich darf Tierkommunikation mit Neugier und Offenheit beginnen – mit Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und der Bereitschaft, dem Tier zuzuhören.
Tiergespräch anfragen